»Nicht das Fertige, sondern den Anfang«
Über die Arbeiten von Christoph Lammert
Foto: Jörg Ströttchen
Christoph Lammert (*1962) ist von Haus aus Kommunikationsgrafik-Designer. So wundert es nur wenig, dass er sich auch in der freien Malerei zuhause fühlt. Wer Christoph Lammerts Kunst in seinem Sinne für sich nehmen will, der muss sich auf das eigene Empfinden, Anknüpfen, Abstrahieren und Konkretisieren einlassen. Die abstrakte Malerei und das Charakteristikum seiner Arbeitsweise ermöglichen es ihm, Gedanken und Impulsen zu folgen, ihnen Räume zu verleihen, die über das tatsächlich sichtbare Format hinauswachsen …
Foto: Jörg Ströttchen
Das, was er in sich fühlt, denkt und was zur Expression drängt, tritt durch sein Bild in Erscheinung. Das, was wir hier also im eigentlichen Sinne betrachten dürfen, ist eine Erscheinungsweise des Denkens und Fühlens, also der inneren Auseinandersetzung eines Menschen mit sich selbst und der Welt, die ihn umgibt. Hier liegt der Anfang der Kunst, die sich als Prozess verstanden wissen will. In den Hypostasen, d. h. in der Vergegenständlichung der inneren Auseinandersetzung auf verschiedenen Ebenen nimmt er den Betrachter seiner Werke mit …
Foto: Jörg Ströttchen
Das Werk ist hier also optisches Instrument, eine Möglichkeit oder ein möglicher Rahmen, aus dem das Vorformulierte in die kommunikative Aneignung spiegelt … So bleibt alles im
Fluß, das Chaotische wie das Geordnete, das vermeintlich Konkrete wie das vermeintlich Abstrakte, es ist und wird – nicht nur im Werk von Christoph Lammert – Teil des Schöpfungsprozesses, mal
schemenhaft, mal deutlich, es kommt auf uns zu und entfernt sich und findet sich am Ende dort – so ein Bildtitel „Wohin nichts verschwindet“.
Markus Bergmann
CHRISTOPH LAMMERT

